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www.seiringer.at > Kompost und Erde > Kompostanlage



Standort:
Nördlich vom landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Seiringer;
gute Zufahrtsmöglichkeit und ausgezeichnete zentrale Verkehrslage;
7OOmm Jahresniederschlag

Fläche:
Gesamt sind ca. 17.000m² mit Dichtasphalt befestigt, davon sind 3000m² überdacht.

 

Auf unserer Kompostanlage werden jährlich 20.000t biogener Abfall zu wertvollem Kompost- und hochwertigen Erdenprodukten verarbeitet.

Unser neues Büro garantiert eine perfekte Betriebsorganisation un unsere Kunden finden hier auch kompetente Beratung.

 

 

 

 

 

 


 


 
Arbeitsablauf:
Aktuell wird Biotonnenmaterial aus den Bezirken Scheibbs, Melk und Amstetten übernommen. Weiters liefern viele Gemeinden und private Unternehmen aus der Umgebung den Grün- und Strauchschnitt auf unsere Anlage.

 

Um diesen "biogenen Wertstoff" in hochwertigen Kompost zu verwandeln, muss der fachkundige Kompostierer keine Zauberkünste beherrschen, sondern dafür sorgen, dass die Mikroorganismen, welche diese wunderbare Umwandlung vollbringen, optimale Lebensbedingungen haben.

Für optimale Lebensbedingungen sind 3 Faktoren entscheidend:

1. Mischungsverhältnis
2. Feuchtigkeit
3. Sauerstoff

Das angelieferte Biotonnenmaterial und der Grünschnitt werden sofort mit geschreddertem Strauchschnitt und gereinigten Siebrest vermischt. Innerhalb der nächsten 3 Tage wird das Material auf der belüfteten Rottefläche zu Kompostmieten aufgesetzt. Anschließend wird in die Kompostmiete zur permanenten Kontrolle eine Temperaturmesslanze gesteckt.

Mit der Temperaturmesslanze wird direkt im Rottegut die aktuelle Rottetemperatur gemessen. Die Messlanze hat auf einer Länge von 150cm 3 Messpunke, wodurch ein Temperaturprofil vom Kompostmietenrand bis in den Rottekern erstellt wird. Die Messdaten werden zu einer Computersteuerung übertragen und diese Steuerung schaltet, je nach Vorgabe der Grenzwerte die Lüfter ein. Diese versorgen über Belüftungsstränge (COMPOair) die Kompostmieten mit Frischluft und damit mit "lebensnotwendigen Sauerstoff".


 

Es wird damit energiesparend nur soviel Sauerstoff in die Kompostmieten eingebracht, wie von den Mikroorganismen verbraucht wird. Damit wird der Rotteprozess enorm optimiert, Fäulnis nahezu ausgeschlossen und es werden die Geruchsemissionen auf ein Minimum reduziert.

In einer Studie der FH Wels wurde neben der beträchtlichen Reduktion der Geruchsemissionenn auch eine 44%ige Verminderung der CO2 äquivalenten Emissionen nachgewiesen. Unsere Kompostanlage schafft somit eine CO2 - Reduktion die dem Ausstoß von umgerechnet 38.800.000km mit einem Pkw entsprechen.


 

Die Temperaturprofillanze misst an 3 Stellen die aktuelle Rottetemperatur und der Computer zeichnet diese Daten auf. Damit kann der Rotteverlauf und die notwendige Hygienisierung dokumentiert werden. Auf der belüfteten Rottefläche werden die Kompostmieten 8 mal gewendet.
Es wird ca. 1x in der Woche mit dem TRAC-TURN umgesetzt. Mit der Beregnungsanlage, wird das Sicker- und Regenwasser aus der Intensivrotte wieder rückverregnet. Auch das Sickerwasser wird belüftet.

Nach nur 6-8 Wochen intensiver Rotte wird der so entstandene "Rohkompost" bereits auf 20mm abgesiebt.
Der Siebüberlauf wird noch mittels Windsichter, Magnetabscheider und Sortierband gereinigt und bei Bedarf geschreddert. Der so gereinigte Siebüberlauf wird bei der Anlieferung wieder als Strukturmaterial beigemischt.

Das Feinkorn (0-25mm) wird auf der Nachrottefläche wieder zu Kompostmieten aufgesetzt und bei Bedarf gewendet.

Die Nachrotte dauert je nach dem späteren Verwendungszweck 6-14 Wochen.

Der so entstandene Reifkompost ist ein hochwertiges Produkt und wird 3 mal jährlich nach Bundeskompostverordnung überprüft.

Zusätzlich wird die Kompostproduktion durch die Qualitätssicherung der ARGE Kompost und Biogas kontrolliert.

 


Unsere Komposte erreichen die strengste Kompostgüteklasse A + (lt. BKVO), und sind somit auch für den biologischen Landbau freigegeben.

War zu Beginn der Kompostierung die landwirtschaftliche Ausbringung die hauptsächliche Verwertung, so steigt in den letzten Jahren im Garten und Landschaftsbau immer mehr das Interesse unsere Kompostprodukte zu verwenden.
Da für diesen Anwendungsbereich nur hochwertige Kompostqualitäten zum Einsatz kommen dürfen, haben wir uns entschlossen Kompostlagerhallen zu errichten. Diese Lagerhallen sind die Basis für den verstärkten Vertrieb von hochwertigen Komposterden. Somit können wir Kompost- und Erdenprodukte für viele Anwendungen anbieten und den Kreislauf zu jedem Haushalt wieder perfekt schließen.

Die Kompostanlage Kaninghof bietet weiterers einen Häckseldienst für jeden Bürger in der Region an, und somit eine ökologische Möglichkeit seinen Strauchschnitt vor Ort zerkleinern zu lassen und/oder abtransportieren zu lassen. Damit werden unnötige Transporte vermieden und die Umwelt wird zusätzlich entlastet.

Unser oberstes Ziel ist es innovative Lösungen für unsere Umwelt zu entwickeln und konsequent durchzusetzen.